Einladung zur Sammelberatung Jungbestandspflege und Auslesedurchforstung

am Samstag 17.12.2016 um 9.30 Uhr

Treffpunkt oberhalb der Geschäftsstelle am Lindenhof 2, 92670 Windischeschenbach. (Lagerhalle Punzmann Andreas)

Besichtigung:

  1. Fichtendurchforstung vor 3 Jahren (Entwicklung) bei Punzmann Andreas
  2. Laubholzbestand bei Scharnagl Sebastian in Oberndorf

Anfangsbestand ist nicht gleich Endbestand: Die Bäume wachsen von selbst, sie werden doch immer dicker und höher. Wozu eigentlich aufwändige Durchforstungen? Warum können Bestände nicht im Endverband begründet werden?
Weil Bäumchen, die in Überzahl gepflanzt wurden, im Laufe ihres Bestandeslebens wichtige Aufgaben erfüllen:

Reservefunktion (auch bei Ausfall anderer Pflanzen soll der Bestandesschluss erhalten bleiben),
Erziehungsfunktion (ab einer gewissen Entwicklungsstufe ist Konkurrenz notwendig, um stärkere Äste zu verhindern und die Astreinigung zu fördern),
Auswahlfunktion (Auswahlmöglichkeit der stabilsten, vitalsten und qualitätsmäßig besten Bäume) und
Vornutzungsfunktion (Sicherung der Flächenproduktivität durch Anfall von Vornutzungen).
Versäumtes kann nicht nachgeholt werden

In dichten Stangenhölzern, in denen eine Stammzahlreduktion versäumt wurde, ist eine Auslesedurchforstung nicht zielführend. Man findet nicht genügend Bäume, die den Kriterien (insbesondere Stabilitätskriterien) von Z-Bäumen entsprechen, um die starke Freistellung nutzen zu können. In solchen Beständen kann man danach trachten, die jeweils relativ stabilsten Bäume durch kurz aufeinander folgende schwache Eingriffe zu fördern. Vielfach wird bei diesen Beständen das geplante Umtriebsalter aufgrund von Schädigungen durch Wind und Schnee nicht erreicht werden.

Um dies zu Verhindern und ihren Wald stabil und leistungsfähiger zu machen laden wir sie recht herzlich zu unserer Sammelberatung ein.

Kommentare sind geschlossen.