Kleiner Käfer – große Wirkung

In Europa gibt es über 150 Borkenkäferarten. Zwei davon, der Buchdrucker und der Kupferstecher, können sehr große Schäden in unseren Fichtenwäldern anrichten.

„Auf Grund der kühlen Witterung im Frühjahr ist heuer der Buchdrucker rund zwei Wochen später und in geringerer Anzahl als im letzten Jahr ausgeschwärmt“ stellt Forstamtsrat Johannes Bradtka vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Weiden fest. Er ist sich aber mit Diplom-Forstingenieur Bastian Träger von der Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt-Nord einig, dass trotz der entspannten Situation regelmäßige Kontrollen durch die Waldbesitzer notwendig sind. „Die Situation kann sich aufgrund der bisher sehr geringen Niederschläge rasch ändern“ betont Bastian Träger. Die beiden Fachmänner empfehlen daher den Waldbesitzern, ab sofort ihre Fichtenwälder regelmäßig auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren. Man müsse in den kommenden Wochen kontinuierlich auf frischen Stehendbefall achten. Dieser sei am braunen Bohrmehl zu erkennen, welches in Rindenschuppen, Spinnennetzen und an der Bodenvegetation hängen bleibt. „Auf Wunsch beraten wir auch den Waldbesitzer, vermitteln in kurzer Zeit Arbeitskräfte und vermarkten das Holz zu guten Preisen“ erklärt der forstliche Mitarbeiter der FBG Neustadt-Nord.

Weitere Informationen unter: www.borkenkaefer.org

Diplom Forstingenieur Bastian Träger

Diplom Forstingenieur Bastian Träger

„Hier ist große Vorsicht geboten“, so Diplom-Forstingenieur Bastian Träger vor einer Borkenkäfer-Befallsfläche des letzten Jahres.